Tierwelt auf Rügen und in der Ostsee

Die teils noch unversehrte Natur beschert Rügen und der umgebenden Ostsee eine artenreiche Tierwelt an Landtieren, Vögeln und Fischen.

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Über zweieinhalb Millionen Vögel jährlich

Dorado für Brut- und Zugvögel

Die größte Insel Deutschlands gilt als Dorado für zahlreiche Brut- und Zugvögel. Dies hängt mit der besonderen Struktur Rügens zusammen. Die Insel besitzt nur einen Durchmesser von knapp 50 Kilometern, dafür erstreckt sich ihr Ufer über 600 Kilometer, wodurch insbesondere ans Wasser gebundene Vogelarten beste Bedingungen vorfinden.

Rügen befindet sich im Schnittpunkt von insgesamt vier bedeutsamen, europäischen Vogelgebieten (Important Bird Areas, kurz: IBAs). Zusammen zählen sie etwa 2,5 Millionen Tiere jährlich.

Zu den häufigsten Vogelarten auf Rügen gehören einige Möwenarten, Brandschwalben und viele Watvögel, deren Brutgebiete sich in der Nähe der Küste befinden.

Rohrrammer, auch Rohrspatzen genannt, Rohrsänger und Habentaucher sind in den Bodden anzutreffen. An den Kreidekliffs der Halbinsel Jasmund brüten Mehlschwalben. Die kleinen Nachbarinseln Zudar und Tollow bieten zudem zahlreichen Kormoranen ein Zuhause, die meist in großen Kolonien leben.

Die häufigsten Vogelarten auf Rügen

  • Brandschwalbe
  • Habentaucher
  • Kormoran
  • Mehlschwalbe
  • Möwe
  • Rohrrammer
  • Seeadler
  • Wanderfalke

Artenreichtum in den Wäldern des Nationalparks

Waldgebiete & Feuchtgebiete im Nationalpark

Besonders der Nationalpark Jasmund ist mit seinen zum größten Teil noch unberührten Waldgebieten sehr artenreich. Zu den Vertretern des Schalenwilds gehören vor allem Rot- und Damhirsch, Rehwild und Schwarzwild. In den Feuchtgebieten leben Kreuzottern und Ringelnattern, auch die seltenere Glatt- oder Schlingnatter fühlt sich dort heimisch.

Wenn auf und neben den zahlreichen Waldwegen die Sonne durch das dichte Blattwerk hindurchscheint, zeigt sich Besuchern häufig eine Waldeidechse. Auch zahlreiche weitere Amphibien lassen sich in den mosaikartig eingebetteten Moorgebieten des Parks entdecken. Dazu zählen: Teich- und Kammolch, Rotbauchunke Erd- und Wechselkröte sowie zahlreiche Froscharten.

Landtiere Rügens

Schalenwild

  • Damhirsch
  • Reh
  • Rothirsch
  • Wildschwein

Schlangen

  • Glattnatter
  • Kreuzotter
  • Ringelnatter

Amphibien

  • Erdkröte
  • Kammolch
  • Teichmolch
  • Waldeidechse

Fischarten der Ostsee

Süßwasser- und Salzwasserfische

Die umliegende Ostsee gilt unter Meeresforschern eher als ein artenarmes Gewässer. Durch ihren geringen Salzgehalt finden sich in ihr dennoch viele Süßwasser- und Meeresfische.

Vor allem im Frühjahr zieht es deshalb etliche Angler ans Wasser, wenn die Heringe zu Millionen in die Bodden strömen, um zu laichen.
Dann lässt sich auch der Hornfisch beobachten – und fangen. Dieser silberfarbene Räuber ist ebenfalls auf der Jagd nach den schmackhaften Heringen und geht professionellen wie Hobby-Anglern so ein ums andere Mal ins Netz.
Darüber hinaus sind noch andere Fischarten wie Barsch, Dorsch, Aal, Hecht oder Flunder in den Gewässern finden.

Sollten Sie den Fisch lieber auf dem Teller als am Haken haben wollen, empfehlen sich selbstverständlich die umliegenden Fischrestaurants. Die meisten von ihnen befinden sich in direkter Nähe zum Wasser. Auf die Art wird der Fisch direkt fangfrisch zubereitet! Als besonders lohnenswert gilt hier der Sassnitzer Stadthafen. Dort lassen sich die Fischer beim Verarbeiten ihres Fangs sogar über die Schultern schauen.

Unsere Restaurant-Tipps Rügen

Fische in der Ostsee

  • Aal
  • Barsch
  • Dorsch
  • Flunder
  • Hecht
  • Hering
  • Hornfisch

Quallen in der Ostsee

Bei einem Urlaub auf Rügen kommt man zwangsläufig mit dem Thema Quallen in Berührung. Zwei Arten dieser zur Gattung der Nesseltiere gehörenden Spezies sind dabei besonders häufig, die Ohren- und die Feuerqualle.

Ohrenqualle

Die Ohrenqualle ist für den Menschen ungefährlich. Mit einem Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern und ihrer durchsichtigen Farbgebung ist sie sehr schön anzusehen. Die Weibchen der Ohrenqualle verfügen über orangefarbene Larventaschen. Die Geschlechtsorgane der Männchen sind ringförmig und rosa bis lila gefärbt. Zwar besitzen beide Geschlechter ein leichtes Nesselgift, ihre Nesselzellen sind jedoch nicht in der Lage, die menschliche Haut zu durchdringen und deshalb ungefährlich.

Feuerqualle

Über ein deutlich stärkeres Nesselgift verfügt hingegen die Feuerqualle. Dieses ist zwar nicht tödlich, es kann aber insbesondere bei allergischen Reaktionen unangenehme Symptome wie Hautausschläge, Schwindel, Erbrechen, bis hin zu Atemnot auslösen.

Feuerquallen lassen sich gut an der gelben bis roten Färbung ihres Schirms erkennen. Mit einem Durchmesser mit bis zu 50 Zentimeter sind sie zudem größer als Ohrenquallen.

Fossilien – Relikte der Kreidezeit

Für Urlauber sind Donnerkeile vor allem eins: Ein begehrtes Sammelobjekt, das unter den zahlreichen Gesteinen im Ostseesand nicht immer ganz leicht auszumachen ist. Markant ist ihre zylindrische, spitz zulaufende Form, gepaart mit einer gelblich-braunen Farbe. Diese Kombination scheint außergewöhnlich. Das ist sie auch, denn Donnerkeile sind weit mehr als „nur“ Steine.

Um das ungewöhnliche Gestein rankte sich jahrhundertelang ein Mythos. Demnach schleuderte kein Geringerer als der nordische Gott Thor die Keile wie Blitze auf die Erde. Um sich vor seinem Zorn zu schützen, sammelten die Menschen Donnerkeile und verteilten sie auf ihren Häusern.

Inzwischen hat die Wissenschaft eine Erklärung für das Vorkommen der Donnerkeile, die allerdings nicht weniger brisant sein dürfte als ihr Mythos. Demnach gelten Donnerkeile als Relikte der Kreidezeit. Sie sind Fossilien der so genannten „Belemniten“, urzeitlichen Tintenfischen, die bereits vor etwa 65 Millionen Jahren, also in etwa zeitgleich mit den Dinosauriern, ausgestorben sind.

So finden Sie Donnerkeile besonders gut

  • achten Sie auf zylindrisches Gestein
  • suchen Sie vorwiegend in weichem Sediment
  • nach einem Sturm liegen die Donnerkeile oft frei

Die besten Plätze für die Tierbeobachtung auf und um Rügen

Ummanz

Die Westküste Rügens mit der Insel Ummanz und den sie umgebenden Gewässern, Kubitzer und Schaproder Bodden, sind sehr beliebte Rastplätze einiger Zugvogelarten. Vor allem im Frühjahr und im Herbst kann man hier zahlreiche Enten, Gänse und Kraniche beobachten.

Schoritzer Viek

Auch die Schoritzer Viek bietet mit ihren flachen Gewässern gute Bedingungen für die Vogelbeobachtung. Die weit verzweigte, lagunenartige Bucht von Zudar, dem südlichsten Punkt Rügens, gehört zum größten Teil zu dem Naturschutzgebiet Schoritzer Viek.

Speziell für die Beobachtung von Seevögeln wurde in der Nähe von Zicker ein überdachter Holzturm errichtet. Aus etwa fünf Metern Höhe bietet sich den Besuchern so ein optimaler Blick – zum Beispiel auf den Seeadler, der in der Region sein Jagdgebiet hat.

Nonnensee

Überlieferungen zufolge wurde der Nonnensee einst zum feuchten Grab von Nonnen, deren Kloster sich auf dem Gebiet des Sees befunden haben soll. Aus Überfluss fuhren sie im Sommer Schlitten auf Rodelbahnen aus Salz. Ihr Reichtum soll jedoch ihr Untergang gewesen sein: Der Legende nach sind ihre klagenden Stimmen an Pfingsten noch immer aus dem See zu hören.

Heute hat der Nonnensee aber vor allem für die Welt der Wasservögel eine große Bedeutung. Mehr als 80 verschiedene, wassergebundene Vogelarten wurden schon an dem See beobachtet, an dessen Ufer zwei Aussichtstürme positioniert sind.

Nationalpark Jasmund

Mit seiner unberührten Natur ist auch der Nationalpark Jasmund ein Mekka für Tierbeobachter. Da versteht es sich quasi schon von selbst, dass eine Wanderung durch den Nationalpark besondere Eindrücke in dessen Tierwelt gewährt.

Wichtig: Aus Naturschutzgründen dürfen die vielen Rad- und Wanderwege nicht verlassen werden.

Tauchen am Kap Arkona

Wollen sie die Unterwasserwelt der Ostsee erkunden, empfehlen sich die Tauchspots am Kap Arkona. Von Insidern wird die Region gerne als „Archäologisches Freiwassermuseum“ bezeichnet, denn unter Wasser lassen sich nicht nur Fisch- und Muschelarten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Schiffswracks aus unterschiedlichen Epochen, untergegangene Frachten und diverse andere Funde erzählen von der bewegten Geschichte der Ostsee.

Wer unter Wasser nicht nass werden möchte, dem empfehlen wir die Tauchgondel an der Seebrücke in Sellin. Mit dieser fährt man ca. 4 Meter in die Tiefe und kann je nach Jahreszeit und Sicht die Unterwasserwelt erkunden.